



Vom Klick auf die Anzeige bis zur bestätigten E-Mail: welche Signale ein Test misst, wie verbindlich sie sind und welche Kennzahl Ihre Entscheidung tragen sollte.

Kurz gesagt
Nach einem Test liegen viele Zahlen vor: Klickraten, Kosten, Besucher, Entscheidungen, Anmeldungen. Nicht alle sagen etwas über die Kaufbereitschaft. Welche Kennzahl zählt, legen Sie am besten fest, bevor der Test startet.

Die Anzeigendaten zeigen, wie gut eine Variante Aufmerksamkeit gewinnt. Sie hängen aber stark von der Plattform ab: Auktion, Ausspielung und Tageszeit. Kosten je Klick sind deshalb eine Planungs- und Qualitätsgröße, kein Nachfragesignal. Auch wie viele Besucher eine Variante bekommt, wird gesteuert und sagt nichts über ihre Attraktivität.
Alle Raten beziehen sich auf eindeutige Besucher der Angebotsseite. Nur so sind Varianten vergleichbar. Eine Rate je Anzeigenkontakt würde die Leistung der Anzeige mit der des Angebots vermischen.
Die zentrale Kennzahl ist der letzte verbindliche Klick vor der Auflösung. Bei einer einstufigen Seite ist das der Kaufbutton auf der Angebotsseite. Gibt es zusätzlich eine Produktseite, zählt dort der Klick auf „In den Warenkorb“; der Klick auf der ersten Seite ist dann nur ein Zwischenschritt. Je näher der Klick am echten Kauf liegt, desto weniger Neugier steckt in ihm.
Nach der Auflösung können sich Besucher freiwillig eintragen und ihre E-Mail bestätigen. Diese Signale sind wertvoll, weil sie mehr Verbindlichkeit zeigen. Sie entstehen aber, nachdem die Besucher wissen, dass das Angebot nicht verfügbar ist, und messen daher Interesse an Neuigkeiten, nicht Kaufbereitschaft. Sie ergänzen die primäre Kennzahl, ersetzen sie aber nicht.
Aus Werbebudget und Entscheidungen ergeben sich die Kosten je Kaufentscheidung. Sie helfen, die spätere Vermarktung einzuordnen. Als Zahl berichten wir sie erst, wenn genug Entscheidungen je Variante vorliegen; darunter weisen wir sie als Richtung aus.
Ob eine Variante wirklich vorne liegt, zeigt die statistische Auswertung der primären Kennzahl: ein Signifikanztest und die Wahrscheinlichkeit, dass eine Variante die beste ist. Beide Regeln stehen vor dem Start fest. Das Ergebnis lautet dann bestätigt, gerichtet oder nicht eindeutig. Wie das konkret aussieht, zeigt das Rechenbeispiel im Artikel zur Auswertung zweier Preisvarianten.
Weil sie nach der Auflösung stattfindet. Wer sich einträgt, weiß bereits, dass das Angebot nicht verfügbar ist. Die Anmeldung zeigt Interesse, der Kaufklick davor die Entscheidung.
Nur begrenzt. Sie zeigt, dass die Anzeige Aufmerksamkeit gewinnt. Ob Menschen kaufen würden, zeigt erst die Entscheidung auf der Angebotsseite.
Über den Autor
Daniel Putsche
Gründer und CEO von Horizon. Arbeitet mit Produkt-, Pricing- und Insights-Teams daran, Entscheidungen auf gemessenes Kaufverhalten zu stützen.
Bringen Sie Ihre Entscheidungsfrage mit, wir skizzieren ein mögliches Testdesign. Ohne Vorbereitung auf Ihrer Seite.
Sie sprechen mit Daniel Putsche
Gründer & CEO, 30 Minuten