



Unklare Frage, zu viele Variablen, zu früh gestoppt, inkonsistente Seiten: Diese Fehler verfälschen, was Sie über die Kaufbereitschaft lernen. Und so vermeiden Sie sie vor dem Start.

Kurz gesagt
Ein Painted-Door-Test misst, wie sich Menschen bei einem realistischen Angebot entscheiden. Das funktioniert nur, wenn jeder Unterschied im Verhalten auf das zurückgeht, was Sie entscheiden wollen. Neun Fehler sehen wir immer wieder, und alle lassen sich vor dem Start vermeiden.
„Wir wollen sehen, wie das Produkt ankommt“ ist keine Frage, aus der eine Entscheidung folgt. Formulieren Sie vorher: Wenn Variante A vorne liegt, tun wir X, wenn B vorne liegt, tun wir Y. Erst dann lässt sich sagen, was gemessen werden muss.
Unterscheiden sich zwei Seiten in Preis und Überschrift, wissen Sie am Ende nicht, was gewirkt hat. Genau eine Variable darf sich unterscheiden. Alles andere bleibt identisch: Zielgruppe, Aufbau, Bildsprache, Zahl und Wortlaut der Buttons, Länge der Seite.
„Interesse? Hier klicken und mehr erfahren“ misst Neugier, keine Kaufbereitschaft. Die Seite sollte aussehen wie ein echtes Angebot, mit Leistungsumfang, Preis und einer klaren Kauf- oder Abschlussentscheidung.
Wer in der Anzeige etwas anderes sieht als auf der Seite, springt ab oder entscheidet unter falschen Annahmen. In Preistests steht der Preis deshalb schon in der Anzeige, und das Bild aus der Anzeige findet sich auf der Seite wieder.
Werden Varianten einzeln gebaut, verschieben sich Abstände, Farben und Formulierungen unbemerkt. Bauen Sie eine Vorlage, stimmen Sie sie ab und leiten Sie alle Varianten daraus ab, indem Sie nur die Variable austauschen.
Die E-Mail-Anmeldung nach dem Hinweis, dass das Angebot nicht verfügbar ist, misst Interesse an Neuigkeiten. Die zentrale Kennzahl ist der letzte verbindliche Klick vor diesem Hinweis, also die Kauf- oder Abschlussentscheidung. Legen Sie ihn vor dem Start als primäre Kennzahl fest.
Nach zwei Tagen liegt eine Variante vorne, und der Test wird beendet. Frühe Ergebnisse schwanken stark, und ein kurzer Zeitraum ohne Wochenende bildet die Zielgruppe schlecht ab. Legen Sie vorher fest, ab welcher Stichprobe und Sicherheit Sie entscheiden, und halten Sie sich daran.
Ein großer Teil der Besucher kommt über das Smartphone. Wenn dort ein Preis umbricht oder der Button unter dem sichtbaren Bereich liegt, misst der Test die Darstellung, nicht das Angebot. Prüfen Sie jede Variante auf den gängigen Bildschirmgrößen.
Wer sich entscheidet, erfährt direkt danach, dass kein Kauf zustande gekommen ist und worum es sich handelt. Erst danach wird eine E-Mail-Anmeldung angeboten. Das ist unser Standard: Niemand soll sich getäuscht fühlen, und es werden keine Daten unter falschen Voraussetzungen erhoben.
So lange, bis die vorab geplante Stichprobe erreicht ist, typischerweise etwa eine Woche, immer mit Wochenende. Die Stichprobe folgt aus der gewünschten Genauigkeit, nicht aus einer festen Zahl von Tagen.
Bei Horizon prüft ein eigener Schritt jede Variante Abschnitt für Abschnitt darauf, ob sie sich nur in der Variable unterscheidet und ob der Unterschied groß genug ist, um bemerkt zu werden.
Über den Autor
Daniel Putsche
Gründer und CEO von Horizon. Arbeitet mit Produkt-, Pricing- und Insights-Teams daran, Entscheidungen auf gemessenes Kaufverhalten zu stützen.
Bringen Sie Ihre Entscheidungsfrage mit, wir skizzieren ein mögliches Testdesign. Ohne Vorbereitung auf Ihrer Seite.
Sie sprechen mit Daniel Putsche
Gründer & CEO, 30 Minuten