



Ein guter Test beginnt mit der Entscheidung, nicht mit der Landingpage. So planen Sie Frage, Varianten, Zielgruppe, Stichprobe und Stopp-Regel, bevor die erste Anzeige läuft.

Kurz gesagt
Ein Painted-Door-Test zeigt, wie sich Menschen bei einem realistischen Angebot entscheiden: in einer Anzeige, auf einer Angebotsseite, mit einem klaren Kauf- oder Abschlussklick. Ob das Ergebnis eine Entscheidung trägt, entscheidet sich vor allem in der Planung. So gehen wir vor.
Formulieren Sie die Entscheidung so, dass aus jedem Ergebnis eine Handlung folgt: „Wenn der Preis von 29 € die Nachfrage nicht messbar senkt, führen wir ihn ein. Wenn doch, bleiben wir beim bisherigen Preis.“ Wer vorher nicht weiß, was er mit dem Ergebnis tut, testet ins Blaue.
Die Hypothese beschreibt einen Unterschied im Verhalten, keine Umsatzprognose: „Variante B erreicht eine mindestens gleich hohe Kaufentscheidungsrate wie A.“ Die primäre Kennzahl ist der letzte verbindliche Klick vor der Auflösung, meist der Kauf- oder Abschlussbutton.
Preis, Konzept, Nutzenversprechen, Feature, Angebotsmodell, Marke oder Zielgruppe: Der Testtyp bestimmt, was sich zwischen den Varianten unterscheiden darf. Genau eine Variable pro Test. Mehr Fragen beantworten Sie in einer Folge von Tests, nicht in einem.
Bis zu sechs Varianten je Test. Oft gehört eine Vergleichsvariante dazu, etwa der bisherige Preis oder das bestehende Angebot. Sie zeigt, ob eine neue Variante nicht nur besser als die anderen neuen ist, sondern besser als der Status quo.
Bauen und prüfen Sie zuerst Variante A vollständig: Anzeige, Angebotsseite, gegebenenfalls Produktseite. Alle weiteren Varianten entstehen aus dieser Vorlage, indem nur die Variable ausgetauscht wird. Vor dem Start prüft ein eigener Schritt, ob sich die Varianten wirklich nur darin unterscheiden.
Alle Varianten erreichen dieselbe Zielgruppe über denselben Kanal, zufällig verteilt. Die Anzeigen sind bis auf die Variable identisch; in Preistests steht der jeweilige Preis im Anzeigentext. Ob Google oder Meta besser passt, hängt davon ab, ob Menschen aktiv suchen oder das Angebot im Alltag entdecken.
Wie viele Besucher je Variante nötig sind, folgt aus der gewünschten Genauigkeit und der erwarteten Rate. Daraus ergeben sich Budget und Laufzeit, typischerweise etwa eine Woche, immer mit Wochenende. Vorher steht fest, ab welcher Sicherheit eine Variante als vorne gilt; für Preisentscheidungen legen wir eine höhere Schwelle an als für andere Tests.
Wer sich entscheidet, erfährt direkt danach, dass kein Kauf zustande gekommen ist, und kann sich freiwillig für Neuigkeiten eintragen. Ausgewertet wird die primäre Kennzahl je Variante, mit statistischer Absicherung und im Vergleich zu vergleichbaren Tests. Das Ergebnis ist eine Datenanalyse als Grundlage für die Entscheidung aus Schritt 1.
Das Horizon-Team übernimmt alle acht Schritte gemeinsam mit Ihnen: von der Entscheidungsfrage über Aufbau und Durchführung bis zur Datenanalyse. Von der Frage bis zum Ergebnis vergehen rund vier Wochen, davon etwa eine Woche im Feld.
Ja. Ein großer Teil der Tests betrifft Preise, Tarife und Botschaften im laufenden Geschäft.
Bis zu sechs. Mehr Varianten brauchen mehr Stichprobe und Budget, deshalb lohnt es sich, vorher die aussichtsreichsten auszuwählen.
Über den Autor
Daniel Putsche
Gründer und CEO von Horizon. Arbeitet mit Produkt-, Pricing- und Insights-Teams daran, Entscheidungen auf gemessenes Kaufverhalten zu stützen.
Bringen Sie Ihre Entscheidungsfrage mit, wir skizzieren ein mögliches Testdesign. Ohne Vorbereitung auf Ihrer Seite.
Sie sprechen mit Daniel Putsche
Gründer & CEO, 30 Minuten